Bislang mussten WhatsApp-Nutzer 89 Cent bezahlen, um den beliebten Messenger für ein Jahr nutzen zu können. WhatsApp-Gründer Jan Koum gab nun im Rahmen der DLD-Konferenz an, dass diese Gebührenpflicht abgeschafft werde. Zukünftig werden Privatanwender WhatsApp kostenlos nutzen können, die Facebook-Tochter will sich über erweiterte Services für Firmen refinanzieren.

WhatsApp kostenlos: Messenger schafft jährliche Gebühren ab

Im ersten Jahr kostenlos, danach einen Obolus von knapp einem Euro pro Jahr entrichten – das war das Bezahlmodell von WhatsApp für iPhone und WhatsApp für Android seit Anfang 2013, bezahlen konnte man per Google Play oder PayPal, für sich selbst oder Freunde, für ein Jahr oder vergünstigt gleich für mehrere Jahre im Voraus. Zwar erließ WhatsApp, wie wir beobachten konnten, zuletzt immer wieder die Kosten für die jährliche Verlängerung – offiziell war das Kostenmodell aber immer noch in Kraft. Damit ist jetzt Schluss, WhatsApp wird kostenlos. Zumindest für Privatanwender.

Jan Koum, Gründer von WhatsApp und auch unter der Ägide von Facebook, die den Dienst im Februar 2014 kauften, weiter verantwortlich für den Messenger, gab heute in einem Panel auf der Digital-Life-Design-Konferenz DLD16 in München an, dass man sich von dem Bezahlmodell für Privatanwender verabschiede. Stattdessen wolle man den Dienst so ausbauen, dass man darüber zukünftig Services von Drittanbietern nutzen kann, etwa Restaurants reservieren, sich über Gate-Änderungen am Flughafen oder den Lieferstatus von Warensendungen informieren lassen. WhatsApp werde damit ein Dienst für Push-Benachrichtigungen, Nutzer müssten sich keine separaten Apps installieren. Werbung werde es auf WhatsApp trotzdem weiterhin nicht geben.

Diese Öffnung gegenüber Firmen kommt nicht von ungefähr. Auch Facebook plant, den eigenen Messenger als Plattform für Drittanbieter aufzustellen. Der Konkurrent WeChat ist mit einem solchen Modell in China extrem erfolgreich. Laut Koum will man durch den Wegfall der Gebühren WhatsApp auch in Ländern erfolgreicher werden lassen, in denen das Durchschnittseinkommen geringer ist und die Gebühren deswegen ein deutlich größeres Hindernis darstellen als in den westlichen Industrieländern – nicht nur aufgrund des zu bezahlenden Betrags, sondern auch weil Nutzer dort mitunter kein Bankkonto oder andere Bezahlmöglichkeiten besitzen.

via Gründerszene

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