Über zwei Jahre nach Ende der Kickstarter-Phase soll die modulare Smartwatch Blocks im Sommer auf den Markt kommen. Das fertige Produkt wurde nun auf der CES 2018 offiziell vorgestellt. In einem Punkt liegt die Uhr vor der Apple Watch.

Angriff auf die Apple Watch: Die modulare Smartwatch ist endlich fertig

Schon vor rund eineinhalb Jahren hat die US-Prüfbehörde FCC die Baukasten-Smartwatch unter die Lupe genommen. Vorbestellungen nahm der Hersteller schon 2016 entgegen – der Marktstart verzögerte sich jedoch mehrfach. Jetzt ist erneut ein grober Termin für den Verkauf bekannt: Spätestens im Sommer dieses Jahres soll es endlich losgehen.

Blocks: Angriff auf die Apple Watch

Die bislang unangefochtene Nummer 1 unter den smarten Uhren, die Apple Watch, ist nicht zuletzt dank ihrer vielen Kombinationsmöglichkeiten erfolgreich. Blocks will mit einem anderen Konzept punkten: Anwender können ihrer Uhr durch simple Aufsteck-Module zusätzliche Funktionen verpassen, zum Beispiel einen neuen Akku, GPS oder eine LED-Taschenlampe. Jeweils 35 US-Dollar sollen diese Module kosten. Die Uhr selbst schlägt mit mindestens 260 US-Dollar zu Buche.

Diese Smartwatch gilt es zu schlagen: Die Apple Watch Series 3

Apple Watch Series 3
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Zumindest auf den ersten Blick erscheint Blocks als günstige Alternative zur Apple Watch: Für rund 260 US-Dollar gibt es das Gehäuse mit Display, WLAN und Bluetooth, dazu ein simples Armband.

Aktuell stehen sechs weitere Module zur Auswahl: Neben GPS, einem Zusatzakku und der LED-Taschenlampe gibt es einen Smartbutton, der eine Reihe von Apps starten kann, einen Pulsmesser und einen „Umweltsensor“. Letzterer dient als Mini-Wetterstation, misst Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit.

Wer alle sechs Module bestellt, kommt so auf knapp 470 US-Dollar. Apple-Watch-Modelle aus Aluminium sind in den USA rund 40 US-Dollar günstiger – anstelle eines Wettersensors bekommt man dann auch ein UMTS-Uhr.

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Blocks: Echte Konkurrenz für die Apple Watch?

Mit einem 300-mAh-Akku, einem 1,4-Zoll-Display, 512 MB Arbeitsspeicher und einem Snapdragon-Prozessor (Typ 2100 Wear) will Blocks gegen die Apple Watch antreten. Bei einem ähnlichen Preis könnte das allerdings schwierig werden – zumal Apple im Herbst mit einer neuen Apple Watch nachlegen dürfte und selbst vielleicht mehr Sensoren verbauen wird.

Mal sehen, ob das auch knallharte Apple-Fans aus der Ruhe bringt.

Einen Vorteil hat Blocks mit Sicherheit: Wer künftig mehr und neue Funktionen will, muss keine neue Uhr kaufen. Und so dürfte der Erfolg von Blocks auch von den erhältlichen Modulen abhängen: Geplant sind derzeit eine Kamera, ein SIM-Modul und eine Erweiterung des Speicherplatzes.

Quelle: heise.de

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