Die Verzahnung verschiedener Facebook-Dienste geht weiter: Jetzt läuft ein neuer Test, bei dem Instagram-Stories als WhatsApp-Status genutzt werden können. Sollen so WhatsApp-Nutzer zu Instagram gelockt werden?

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Bildquelle: Instagram (Screenshot iOS)

Instagram Stories bei WhatsApp teilen

Instagram-Stories erfreuen sich größter Beliebtheit. Das von Snapchat geklonte Feature wird laut Facebook täglich von über 300 Millionen Nutzern verwendet. Grund genug für den Mutterkonzern, die populäre Funktion auch bei anderen hauseigenen Diensten unterzubringen. Jetzt ist WhatsApp an der Reihe.

Der neue Test ist allem Anschein nach nur sehr begrenzt verfügbar. Einem Nutzer aus Brasilien war es zuerst aufgefallen. In Deutschland gibt es die Möglichkeit zum Teilen von Instagram Stories direkt als Status von WhatsApp noch nicht. Instagram-Stories sind Ansammlungen von Fotos, Videos und animierten Grafiken, die nach Belieben dekoriert werden können. Auch bei Facebook lassen sich die kleinen, selbst gebastelten Geschichten teilen.

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Erst im Oktober des vergangenen Jahres hatte Facebook die Instagram-Funktion ausgebaut – mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Teilnehmer des neuen Tests haben die Möglichkeit, erstellte Instagram-Stories direkt als WhatsApp-Status einzusetzen. Diese werden verschlüsselt, sind nur für WhatsApp-Kontakte sichtbar und verschwinden nach 24 Stunden wieder. Der Einsatz muss nach dem Teilen bei Instagram zusätzlich noch bei WhatsApp bestätigt werden.

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Deshalb werden WhatsApp und Instagram verbunden

Facebook bemüht sich als Besitzer von Instagram und WhatsApp, die beiden populären Dienste immer mehr miteinander zu verbinden. Mit dem neuen Test wird auch die Funktionalität von Instagram erweitert. Hinzu kommt eine Art interne Werbung: Wer Instagram bisher nicht nutzte oder überhaupt nicht kannte, der wird mit den neuen WhatsApp-Status darauf aufmerksam gemacht. Wer sie selbst erstellen möchte, findet dazu nur bei Instagram die Möglichkeit. Gerade in Ländern, wo WhatsApp populärer ist als andere Messenger, dürfte sich die Aktion von Facebook lohnen.

Ein weiterer Grund für die Verzahnung wird darin liegen, dass Facebook seine Nutzer so lange wie möglich innerhalb der eigenen Apps halten möchte. Dass sich die Apps dabei immer ähnlicher werden, wird allem Anschein nach hingenommen. Ob dabei für die Nutzer überhaupt ein Mehrwert entsteht, wenn die gleichen Inhalte in drei verschiedenen Apps (Facebook, WhatsApp und Instagram) zu sehen sind, bleibt aber fraglich.

Quelle: Tecnoblog (Portugiesisch) via TechCrunch

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